Einfach bessere Fotos

 

Ein Bild ist ein Gedicht ohne Worte - Cornificius (gest. 42 v. Chr.)

 

Meine ersten fotografischen Gehversuche stammen aus der Schulzeit 1960 mit Schwarzweißfilm und der Sucherkamera des Vaters, der 1950 bei der Frankfurter Neuen Zeitung als Bildredakteur gearbeitet hat. Die Filmentwicklung und Papierbilder lieferte die Cousine in der Foto-Drogerie, später habe ich SW auch selbst entwickelt bis hin zur Dia-Direktkopie auf Papier.

Mit der ersten gebrauchten Spiegelreflexkamera 1970 und einem lichtstarken Zeiss Tessar, später den Minoltas SLR und vielen Rokkoren, begann die lange Phase der Diafilme Kodakchrome 25 und Ektachrome 64/400. Diese Filme waren damals für mich teuer, für richtig belichtete und optisch ansprechende Dias musste vieles schon vor der Aufnahme beachtet werden. Mal eben ein paar hundert Probeschüsse üben wie mit einer digitalen Kamera - das gab es nicht! In den 80ern bin ich nach Einführung des EF-Bajonetts bei CANON gelandet. Mein erstes bedeutendes Zoom-Objektiv war das EF 20-35, die Neigung zum Weitwinkel ist geblieben.

Diese Prägung beim Fotografieren ist immer noch aktuell: Lieber einige Aufnahmen weniger als viel Müll auf der Speicherkarte löschen, schließlich ist ein Kamera-Verschluss auch nur auf 150.000 Auslösungen ausgelegt. Der Lerneffekt mit digitalem Equipment übertrifft hingegen alles aus der analogen Zeit, wenn man von Polaroids absieht.

Zur aktuellen Ausrüstung: Ein Segen sind moderne Zoomobjektive, wenn sich der eigene Standort nicht verändern lässt und eine Festbrennweite nicht exakt den gewünschten Bildwinkel hat. Aus meiner Erfahrung lässt sich sagen: Je kleiner der Zoomfaktor und je effektiver der Stabilisator, desto besser werden die Aufnahmen. Allerdings haben diese Zoome auch ihren Preis. Dafür überstehen sie so manches digitale Kameramodell…

Kamera-Bodies sind Computern ähnlich, es gibt ständig neue Spiegelreflex-Gehäuse, jeweils leistungsfähiger und schneller, mit immer präziseren Messeinrichtungen und wachsenden Bildgrößen. Für wesentlich halte ich helle und große Sucher mit nützlichen Anzeigen.

Kompakte Kameras eignen sich für „immer dabei“, mit jeweiligen Einschränkungen haben sie ihre Berechtigung für einfachere fotografische Situationen, für Brillenträger und Hobbyfilmer bieten sie viel, die aktuellen Automatiken mit Gesichtserkennung sind ausgereift.
Generell lässt sich sagen: Wer technisch wenig Bedarf hat, ist damit wohl versorgt, für den engagierten Amateur steht mit preiswerten digitalen Spiegelreflex-Modellen mit Live-View und Videoclips der Einstieg in eine interessante fotografische Welt offen!

Viel Freude beim Fotografieren bei immer gutem Licht!